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Wesentliche Kriterien bei der Planung von Hochbaudecken
sind:
- niedrige Konstruktionshöhe,
dadurch Kostenersparnis bei den Decken selbst, und darüber hinaus
auch bei der Fassade bzw. bei Bauten unter Bodenniveau beim Aushub,
bei der Baugrubensicherung und fallweise bei der Grundwasserhaltung;
- ebene Deckenuntersicht,
dadurch geringer Schalungsaufwand bei der Errichtung der Decken
und größtmögliche Freiheit bei der Leitungsführung für die Haustechnik;
- geringe Durchbiegungen,
dadurch Rissefreiheit der Decken und Kostenersparnis beim Fußbodenaufbau,
ggf. auch bei der Isolierung;
- durch frühe Vorspannung,
schnellere Umsetzzyklen für Schalung und Rüstung mit verkürzter
Bauzeit.
Üblicherweise werden Spannglieder annähernd
parabelförmig gekrümmt ausgeführt. Aus dem Bestreben, die Kosten
der verbundlosen Spannglieder zu minimieren, ergibt sich eine Lösung
mit etwa trapezförmig gekrümmten Spanngliedern. Die Kosten für die
Spanngliedunterstellungen können bis 25% der Kosten für die Vorspannung
betragen. Durch eine geeignete Wahl der Spanngliedführung können
diese auf ca. 5% gesenkt werden. Bei der "natürlichen Spanngliedführung"
werden die Spannglieder lediglich an den Verankerungen und im Stützbereich
in einer definierten Höhenlage fixiert, während sie im Feld in Abständen
von etwa 3 m an der unteren Bewehrung angebunden werden. Im Übergangsbereich
dazwischen stellt sich aufgrund der Eigensteifigkeit eine "natürliche"
Lage der Spannglieder ein. Für diese sehr wirtschaftliche Lösung
wurden eingehende Untersuchungen durchgeführt und für eine entsprechende
Erweiterung der Zulassungen begutachtet. Dem erfahrenen Konstrukteur
wird es gelingen, die für seinen Anwendungsfall einfachste und damit
wirtschaftlichste Art der Spanngliedführung zu wählen.
sefreiheit und Dichtheit einer Betonkonstruktion
sind für Behälter, in denen umweltbelastende Stoffe gelagert werden,
eine unabdingbare Forderung. Aber auch für feuchtigkeitsempfindliche
Stoffe, wie z. B. Zucker und Salz, sind absolut dichte Gefäße zur
Lagerung notwendig. Um all diese Anforderungen zu erfüllen, eignet
sich vorgespannter Beton vorzüglich. Zusätzlich verfügt der Spannstahl
durch bestimmte Maßnahmen über einen gegenüber schlaffen Stahleinlagen
weitaus besseren Korrosionsschutz. Dies hat besondere Bedeutung
für Behälter mit aggressivem Inhalt und in aggressiver Umgebung,
wie z. B. in chemischen Werken, bei Kläranlagen und Güllebehältern. |
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Durch die Entwicklung
des VT-CMM-Systems öffnen sich im Bereich des Behälterbaues völlig
neue Perspektiven für die Anwendung der Verbundlosen Vorspannung,
und die Möglichkeit, auch Behälter mit kleineren Abmessungen (etwa
ab Ø 8m) wirtschaftlich vorzuspannen, und dauerhafte Dichtheit zu
gewährleisten.
Ein ganz entscheidender Vorteil der Spannglieder
ohne Verbund liegt bei runden Behältern in der wesentlich geringeren
Reibung (µ = 0,06 gegenüber µ= 0,20 bis 0,25 bei Vorspannung mit
nachträglichem Verbund).
Die geringe Reibung ermöglicht, daß die Spannglieder
üblicherweise um den gesamten Behälterumfang geführt werden. Neben
einer ca. 15prozentigen Senkung des Spannstahlbedarfs ergibt sich
zudem in der Anzahl von Spanngliedverankerungen, Spannischen und
Lisenen eine beträchtliche Einsparung, und zudem Qualitätsverbesserung
der gesamten Konstruktion.
Abgesehen von den wirtschaftlichen Vorteilen
bietet das neue VT-CMM-System auch bemerkenswerte Vorzüge in konstruktiven
Belangen:
- Durch die geringen Reibungsverluste
wird die Spannkraft über den ganzen Behälterumfang sehr gleichmäßig
verteilt.
- Die Dicke der stehend
eingebauten VT-CMM Bänder beträgt lediglich 20 mm gegenüber einem
Hüllrohrdurchmesser von ca. 60-80 mm bei Spanngliedern mit Verbund.
Durch diesen um zwei Drittel geringeren Platzbedarf für Spannglieder
in der Behälterwand wird das Einbringen des Betons einfacher,
aber vor allem verhindert die vertikale Bandsteifigkeit die sog.
Girlandenform und reduziert die Reibungsverluste wesentlich.
Behälter generell, insbesondere aber eiförmige
Faulbehälter, sind ein ideales Anwendungsgebiet für verbundlose
VT-CMM Spannglieder. Die Flexibilität dieser Spannglieder erlaubt
eine sehr einfache Ausführung und vermindert wesentlich die Kosten
durch den Entfall aufwendiger Arbeitsvorgänge wie bei den bisher
üblichen Verbundspanngliedern. Es besteht hier ohne Risiko für die
Qualität und Sicherheit der Behälter die Möglichkeit, auch bei niedrigen
Temperaturen Vorspannarbeiten auszuführen, da die Zugglieder werksmäßig
korrosionsgeschützt sind und die heiklen Injektionsarbeiten der
Verbundvorspannung entfallen. |
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