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Die Verankerungen sind Stahl-Ringkörper mit 1,4,6,8,12,15 oder 19
Konusbohrungen zur Verankerung der Litzen mit Ringkeilen. Durch
Teilbesetzung der Verankerungen, kann jede Spanngliedgröße von 1-19
Litzen angewendet werden.
Die Spannglieder können beidseitig oder einseitig
vorgespannt werden. Bei einseitigem Vorspannen mit einbetoniertem
Festanker oder Koppelanker können diese entweder mit Keilsicherungsscheibe,
Stützplatte oder Stützring mit Federstützblech versehen oder hydraulisch
vorverkeilt werden.
Bei Festankern die nach dem Betonieren frei
zugänglich sind können diese Maßnahmen entfallen, wenn beim Spannvorgang
ein Schlupf von 6 mm vom gemessenen Spannweg abgezogen wird und
die rechnerische Spannkraft mindestens 0,8 zul P beträgt.
Keilsicherungsplatten werden über zentrale Bolzen
oder Schrauben an die Ringkörper befestigt und sind derartig vorgeformt,
daß die Stirnflächen der Ringkeile in die Konusbohrungen der Verankerung
gedrückt werden.
Beim Vorverkeilen werden die Ringkeile mittels
Verkeilpresse auf das 1,2 bis 1,6-fache der zulässigen Spannkraft
vorverkeilt.
Bei einbetonierten Festankern werden die Ringkeile
mittels Dichtungsband (zB. Densoband) abgedichtet, (so, daß das
Eindringen von Beton bzw. Zementschlämme verhindert wird) oder mittels
Blechformteilen, sog. Dichtglocken der gesamte Ringkörper abgedeckt.
Der Übergang vom Hüllrohr zum Anker wird mit
Hilfe eines trompetenförmig aufgeweiteten Rohres erzielt. Der Ringkörper
liegt auf einer Anker(trom)platte, die die Spannkraft auf den Beton
überträgt. Zur Aufnahme der Spaltzugkräfte hinter der Ankerplatte
dient eine Wendel, und wenn nötig eine Zusatzbewehrung.
Die Entlüftung des Spannkanals erfolgt durch
einen nach oben geführten Kunststoffschlauch, der an dem Durchgangsloch
des Ringkörpers bzw., an der Ankertromplatte, befestigt ist. Bei
Kopplungen wird über den Hüllkasten entlüftet.
Spanngliedkopplungen sind für alle Verankerungstypen S + M vorgesehen.
Für die Serien 01-12 S und 15-19 M erfolgt die Kopplung mittels
Koppelhülse oder Koppelbolzen und Koppelringkörper. Für die Serie
15-19 MC erfolgt die Kopplung über einen Koppelringkörper in dem
parallel angeordnete Konusbohrungen für die Vorspannung des vorgehenden
Bauabschnittes vorgesehen sind und am Außenteilkreis unter 7° geneigt
angeordnete Konusbohrungen für das Ankoppeln der Spannglieder des
nächsten Bauabschnittes. Hierbei werden die Keile über Haltefedern
in die Konusbohrungen gedrückt.
Die Koppelhülse bzw. der Koppelbolzen wird über
die gesamte Gewindelänge der Koppelringkörper geschraubt. |
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Die Kopplung kann
als feste oder bewegliche Koppelstelle ausgeführt sein. Im ersten
Fall wird das Spannglied des ersten Bauabschnittes gespannt und
meistens auch injiziert und danach wird das Spannglied des zweiten
Bauabschnittes an das erste Spannglied angekoppelt. Im zweiten Fall
dient die Kopplungsverankerung zur Verlängerung ungespannter Bündel.
Bei der Verbundverankerung werden die aus dem
Hüllrohr austretenen Litzen an ihren Enden zwiebelförmig aufgestaucht.
Am Hüllrohraustritt wird ein Umlenkring aus Stahl angeordnet. Die
Zwiebeln liegen in einer Ebene. Die Verbundverankerung ist für die
Betonfestigkeitsklassen B25, B35 und B45 vorgesehen.
Es gelangen Hüllrohre nach DIN EN 553
: 1997-07 zur Anwendung.
Die Stöße der Hüllrohre werden durch Muffen ausgeführt. Zwischen
Hüllrohr und Trompete kann zum Längenausgleich ein kurzes Hüllrohrstück
als Teleskoprohr eingefügt werden. Alle Übergänge werden mit Dichtband
abgedichtet.
ei Spanngliedherstellung im Werk werden
komplette Litzenbündel entsprechend den Spannliedlängen in körperlosen
Rollen (ø 1,50m) auf die Baustelle geliefert und in die verlegten
Hüllrohre eingebaut.
Bei Spanngliedherstellung auf der
Baustelle wird die Litze in die verlegten Hüllrohre eingeschoben,
abgelängt wiederholend bis die entsprechende Anzahl Litzen eingebaut
ist.
Das Spannen und Verkeilen erfolgt mit
Spezialspannpressen. Die Kraft, mit der die Ringkeile eingedrückt
werden, beträgt ca. 30 kN pro Ringkeil. Nach Ablassen der Spannkraft
an der Spannpresse zieht das Spannglied die Ringkeile um das Maß
des Keilschlupfes weiter in den Ringkörper hinein. Zur Messung des
Dehnweges werden an einzelnen Litzen Meßmarken angebracht. Der Bruttokeilschlupf,
daß ist der Keilschlupf an der Meßmarke, beträgt 6 mm. Der Nettokeilschlupf,
daß ist der Keilschlupf an der Verankerung, beträgt 4 bis 5 mm.
Die Spannkraft wird anhand der
Kalibrierbellen des jeweiligen Spanngerätes am Pumpenmanometer abgelesen.
In der Kalibriertabelle ist auch der Spannkraftverlust infolge Reibung im
Bereich der Verankerung enthalten.
Die gemessenen Werte für Spannweg
und Spannkraft müssen im Spannprotokoll eingetragen und den rechnerischen
Werten gegenüber gestellt werden.
Der Einpreßmörtel wird durch die Injektionsöffnungen
so lange eingepreßt, bis er am anderen Ende, bzw. an den Entlüftungen, des
Bündels in gleicher Konsistenz wieder austritt. |
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