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  Vorspannung mit Verbund
 
 
Inhaltsverzeichnis
 
  1. Allgemeine Beschreibung
  2. Verankerung
  3. Spanngliedkopplung
  4. Verbundverankerung
  5. Hüllrohr
  6. Herstellung
  7. Spannen
  8. Einpressen

Beschreibung des Spanngliedes und der Verankerung:

Verankerung
Die Verankerungen sind Stahl-Ringkörper mit 1,4,6,8,12,15 oder 19 Konusbohrungen zur Verankerung der Litzen mit Ringkeilen. Durch Teilbesetzung der Verankerungen, kann jede Spanngliedgröße von 1-19 Litzen angewendet werden.

Die Spannglieder können beidseitig oder einseitig vorgespannt werden. Bei einseitigem Vorspannen mit einbetoniertem Festanker oder Koppelanker können diese entweder mit Keilsicherungsscheibe, Stützplatte oder Stützring mit Federstützblech versehen oder hydraulisch vorverkeilt werden.

Bei Festankern die nach dem Betonieren frei zugänglich sind können diese Maßnahmen entfallen, wenn beim Spannvorgang ein Schlupf von 6 mm vom gemessenen Spannweg abgezogen wird und die rechnerische Spannkraft mindestens 0,8 zul P beträgt.

Keilsicherungsplatten werden über zentrale Bolzen oder Schrauben an die Ringkörper befestigt und sind derartig vorgeformt, daß die Stirnflächen der Ringkeile in die Konusbohrungen der Verankerung gedrückt werden.

Beim Vorverkeilen werden die Ringkeile mittels Verkeilpresse auf das 1,2 bis 1,6-fache der zulässigen Spannkraft vorverkeilt.

Bei einbetonierten Festankern werden die Ringkeile mittels Dichtungsband (zB. Densoband) abgedichtet, (so, daß das Eindringen von Beton bzw. Zementschlämme verhindert wird) oder mittels Blechformteilen, sog. Dichtglocken der gesamte Ringkörper abgedeckt.

Der Übergang vom Hüllrohr zum Anker wird mit Hilfe eines trompetenförmig aufgeweiteten Rohres erzielt. Der Ringkörper liegt auf einer Anker(trom)platte, die die Spannkraft auf den Beton überträgt. Zur Aufnahme der Spaltzugkräfte hinter der Ankerplatte dient eine Wendel, und wenn nötig eine Zusatzbewehrung.

Die Entlüftung des Spannkanals erfolgt durch einen nach oben geführten Kunststoffschlauch, der an dem Durchgangsloch des Ringkörpers bzw., an der Ankertromplatte, befestigt ist. Bei Kopplungen wird über den Hüllkasten entlüftet.

Spanngliedkopplung:
Spanngliedkopplungen sind für alle Verankerungstypen S + M vorgesehen. Für die Serien 01-12 S und 15-19 M erfolgt die Kopplung mittels Koppelhülse oder Koppelbolzen und Koppelringkörper. Für die Serie 15-19 MC erfolgt die Kopplung über einen Koppelringkörper in dem parallel angeordnete Konusbohrungen für die Vorspannung des vorgehenden Bauabschnittes vorgesehen sind und am Außenteilkreis unter 7° geneigt angeordnete Konusbohrungen für das Ankoppeln der Spannglieder des nächsten Bauabschnittes. Hierbei werden die Keile über Haltefedern in die Konusbohrungen gedrückt.

Die Koppelhülse bzw. der Koppelbolzen wird über die gesamte Gewindelänge der Koppelringkörper geschraubt.

 

Die Kopplung kann als feste oder bewegliche Koppelstelle ausgeführt sein. Im ersten Fall wird das Spannglied des ersten Bauabschnittes gespannt und meistens auch injiziert und danach wird das Spannglied des zweiten Bauabschnittes an das erste Spannglied angekoppelt. Im zweiten Fall dient die Kopplungsverankerung zur Verlängerung ungespannter Bündel.

Verbundverankerung
Bei der Verbundverankerung werden die aus dem Hüllrohr austretenen Litzen an ihren Enden zwiebelförmig aufgestaucht. Am Hüllrohraustritt wird ein Umlenkring aus Stahl angeordnet. Die Zwiebeln liegen in einer Ebene. Die Verbundverankerung ist für die Betonfestigkeitsklassen B25, B35 und B45 vorgesehen.

Hüllrohr
Es gelangen Hüllrohre nach DIN EN 553 : 1997-07 zur Anwendung.
Die Stöße der Hüllrohre werden durch Muffen ausgeführt. Zwischen Hüllrohr und Trompete kann zum Längenausgleich ein kurzes Hüllrohrstück als Teleskoprohr eingefügt werden. Alle Übergänge werden mit Dichtband abgedichtet.

Herstellung
ei Spanngliedherstellung im Werk werden komplette Litzenbündel entsprechend den Spannliedlängen in körperlosen Rollen (ø 1,50m) auf die Baustelle geliefert und in die verlegten Hüllrohre eingebaut.

Bei Spanngliedherstellung auf der Baustelle wird die Litze in die verlegten Hüllrohre eingeschoben, abgelängt wiederholend bis die entsprechende Anzahl Litzen eingebaut ist.

Spannen
Das Spannen und Verkeilen erfolgt mit Spezialspannpressen. Die Kraft, mit der die Ringkeile eingedrückt werden, beträgt ca. 30 kN pro Ringkeil. Nach Ablassen der Spannkraft an der Spannpresse zieht das Spannglied die Ringkeile um das Maß des Keilschlupfes weiter in den Ringkörper hinein. Zur Messung des Dehnweges werden an einzelnen Litzen Meßmarken angebracht. Der Bruttokeilschlupf, daß ist der Keilschlupf an der Meßmarke, beträgt 6 mm. Der Nettokeilschlupf, daß ist der Keilschlupf an der Verankerung, beträgt 4 bis 5 mm.

Die Spannkraft wird anhand der Kalibrierbellen des jeweiligen Spanngerätes am Pumpenmanometer abgelesen. In der Kalibriertabelle ist auch der Spannkraftverlust infolge Reibung im Bereich der Verankerung enthalten.

Die gemessenen Werte für Spannweg und Spannkraft müssen im Spannprotokoll eingetragen und den rechnerischen Werten gegenüber gestellt werden.

Einpressen
Der Einpreßmörtel wird durch die Injektionsöffnungen so lange eingepreßt, bis er am anderen Ende, bzw. an den Entlüftungen, des Bündels in gleicher Konsistenz wieder austritt.