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Vorspannung ohne Verbund wurde bisher meist
mit Hilfe von "Monolitzen", das sind einzelne Spannstahllitzen,
die korrosionsgeschützt in einem PE-Mantel liegen, ausgeführt. Diese
Spannglieder bieten zu dem hochwertigen Korrosionsschutz den wichtigen
Vorteil niedriger Reibungsverluste.
Vorspannung ohne Verbund wird seit Jahren neben
der Vorspannung mit Verbund auf verschiedensten Anwendungsgebieten,
ganz besonders bei vorgespannten Flachdecken beim Bau von Bürohochhäusern,
Schulen und Parkgaragen äußerst erfolgreich hinsichtlich technischer
und wirtschaftlicher Effizienz angewendet.
Trotz eindeutig erkennbarer technischer und
qualitativer Vorteile vorgespannter Bauweisen waren diesen aber
unter ausschließlicher Verwendung der bis dato bekannten Monolitzen
für breitere Anwendungsbereiche aufgrund des Kostennachteils gegenüber
anderen Bauweisen Grenzen gesetzt.
Um die Vorteile der Vorspannung ohne Verbund
in breiteren und vielfältigeren Anwendungsgebieten auch auf wirtschaftliche
Art und Weise nützen zu können, hat VT einen völlig neuartigen Spanngliedtyp
entwickelt, kurz VT-CMM-System (CMM steht dabei für Compact Multi
Mono) genannt.
Vom Prinzip her handelt es sich beim VT-CMM-System
um Spannglieder, bei denen mehrere Litzen werksmäßig korrosionsgeschützt,
nebeneinanderliegend, einzeln PE-ummantelt zu flachen "Bändern"
mittels Stegen verbunden sind. Durch die kompakte Form verringert
sich die Gefahr von Beschädigungen der PE-Hülle sowie der Zeitaufwand
für das Verlegen und Vorspannen bei gleichzeitig wesentlich höherer
Verlegegenauigkeit und daraus resultierend hoher Übereinstimmung
mit errechnetem Dehnweg.
Hochentwickelte Montagegeräte wie etwa die VT-Front-Grip
Spannpressen ergeben weitere wirtschaftliche / technische Vorteile
infolge geringerem Gewicht und minimalem Platzbedarf.
In besonderem Maße gilt neben den bekannten
technischen Vorteilen die dank des neuartigen VT-CMM-Systems ermöglichte
Wirtschaftlichkeit der Vorspannung ohne Verbund für folgende bedeutsame
Anwendungsbereiche:
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Die Anforderungen an Spannglieder hochhinsichtlich
des dauerhaften Korrosionsschutzes sind extrem hoch. Mit Rücksicht
auf diese hohen Anforderungen werden die VT-CMM-D Bänder werksmäßig
in einem Doppelextrusionsverfahren herbestellt. Der Schutzmantel
aus hochwertigem Polyethylen ist entsprechend dick. Die VT-CMM-D
Bänder genügen daher den höchsten Ansprüchen hinsichtlich der geforderten
Dauerhaftigkeit.
Die Litzen der VT-CMM-D Bänder sind einzeln
umhüllt, sie berühren einander gegenseitig nicht. Alle Nachteile
der bisher verfügbaren Bündelspannglieder, wie die unkontrollierbaren
Querpressungen an den Umlenkstellen, die gegenseitige Reibung, die
zu gefährlicher Reibkorrosion führen kann, und andere Nachteile
entfallen hier vollkommen. Externe Vorspannung wird bei Sanierungen
und nachträglichen Tragwerksvorspannungen als einzig technische
mögliche Lösung gewählt. Aber auch bei Neubauten von Brücken sind
externe Spannglieder eine wirtschaftlich und technisch interessante
Lösung geworden. Die VT-CMM-D Bänder bestehen für diese Anwendungszwecke
üblicherweise aus 4 Litzen mit einem Querschnitt von 600 mm².
Bei der Verankerung wird der äußere co-extrudierte
Mantel im Verankerungsbereich abgeschält und die einzelnen Litzen
mit Mantel in die vorher in den Ringkörper gesteckten PE-Übergangsröhrchen
eingeführt. Verbleibende Hohlräume im Bereich des Aussparungsrohres
werden entweder mit Korrosionsschutzfett/ -wachs oder in bewährter
Art mit Zementmörtel verpresst.
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